Mittwoch, 28 Juli 2021

Kärnten: FPÖ schluckt FPK

Christian Ragger wirbt um BZÖler und flüchtet mit FPK zur HC Strache-Show

geschrieben von  Skylla Politik Samstag, 29 Juni 2013 19:42
Christian Ragger wirbt um BZÖler und flüchtet mit FPK zur HC Strache-Show
Bild: www.nationalflaggen.de

Klagenfurt - Die Reste der einst verheissungsvoll unter Uwe Scheuch und Kurt Scheuch gestarteten Kärntner Freiheitlichen (FPK) haben nun beschlossen wieder willfähriger Teil der FPÖ zu werden. Damit ist der FPÖ-Landesverband Kärnten nur noch eine Art Filiale der stramm auf HC Strache intonierten Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ). Hier tun sich Chancen gerade auch für das BZÖ auf, weiterhin die typischen Interessen der Kärntner in Wien zu vertreten. Denn BZÖ-Bündnisobmann Josef Bucher weiss um diese Möglichkeit und ist trotz derzeit noch schwacher Umfragewerte für das Bündnis Zukunft Österreich (zwischen 3 und 5 Prozent an Wählerzustimmung Österreich weit) zuversichtlich nicht nur am 29. September den Wiedereinzug in den Nationalrat zu schaffen (4-Prozent-Hürde!), sondern auch in seinem Heimatbundesland ein Ergebnis von 10 Prozent und mehr einzufahren. Bei den Kärntner Landtagswahlen im Frühjahr 2013 kam das BZÖ auf ein Stimmenergebnis von 6,4 Prozent (zwei Mandatare im Landtag). Doch da hieß die Konstellation noch Bucher oder Landeshauptmann Gerhard Dörfler. Am 29. September entscheiden die freiheitlichen Wähler in Kärnten aber zwischen Josef Bucher und HC Strache!

All das weiss auch Christian Ragger als vormaliger FPK Obmann und jetziger Statthalter der FPÖ in Klagenfurt. Doch vollmundig erklärte der Nachlaßverwalter der FPK-Ära Scheuch vor rund 500 Freiheitlichen am Freitag, dass er keine Ruhe geben wolle, bis er nicht alle oder viele Teile des BZÖ wieder zur FPÖ zurückgeholt habe.
 
Sein Angebot richte sich an die BZÖler, die "unsere Werte und unsere Politik mittragen". Das dürften allerdings nicht mehr viele sein. Denn unter Josef Bucher wurde das BZÖ eine freiheitliche und marktliberale Partei, wogegen die staatsgläubige FPÖ nur wenig ökonomischen Sachverstand aufzubieten weiß.
 
Haider wußte um die Regierungsuntauglichkeit der Straches und Mölzers.
 
Für den 2009 tödlich verunfallten Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider war die Gründung des BZÖ die einzig logische Konsequenz, sich der seiner Meinung nach "regierungsuntauglichen" FPÖler Andreas Mölzer und HC Strache zu entledigen. Und nun wollen Christian Ragger und seine letzten Getreuen so einfach zurück zur HC Strache-Show? Das wird sich auf Dauer nicht ausgehen!
 
Es wird Zeit, dass das BZÖ Kärnten umgekehrt diejenigen abzuwerben beginnt, die wissen, dass kluge Politik nicht nur aus Krawallprotest besteht. Freiheitliche Politik muss auch regierungstauglich sein!
Letzte Änderung am Freitag, 05 Juli 2013 21:46

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ATX

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